Wenn die Tage länger wurden und das Wetter wieder milder, dann feierten unsere Vorfahren ein großes Fest. Zu dieser Zeit gab es häufig Speisen aus frischen, jungen Kräutern. Eine ist die Neun-Kräuter-Suppe die bei den Christen Gründonnerstagssuppe genannt wird.

Sie ist ein wahrer Energiespender, da die in verarbeiteten jungen Kräuter nur so vor Vitaminen strotzen. Man kann viele verschiedene Kräuter verarbeiten. Ob du dafür Wildkräuter oder Küchenkräuter nimmst, ist dir und deinem Geschmack überlassen. Traditionell nahm man neun Kräuter, daher auch der Name. Es eignen sich Brennnessel, Giersch, Vogelmiere, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich, Sauerampfer, Brennnessel, Taubnessel, Bärlauch, junge Birkenblätter, behaartes Schaumkraut, Weidenröschen, Rauke, Melde und Labkraut. Aber auch Küchenkräuter wie Schnittlauch, Kerbel,  Petersilie, Liebstöckel, Thymian, Salbei oder Dill können mit hinein.

Zutaten für die Neun-Kräuter-Suppe

Drei Hände voll Kräuter
1 Zwiebel
Öl (zum Anbraten)
2 Kartoffeln
1/2 Liter Brühe
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Blüten zum Garnieren

Zubereitung der Neun-Kräuter Suppe

Zwiebeln fein würfeln und in dem Öl anschwitzen. Die Kartoffeln schälen, fein würfeln und dazugeben. Kurz anbraten und mit der Brühe aufgießen. Anschließend circa 10-15 Minuten auf kleiner Flamme kochen, bis die Kartoffeln weich sind. Die Hälfte der Kartoffelwürfel abschöpfen und „zwischenlagern“. Dann die fein gehackten Kräuter hinzugeben und ganz kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken und mit dem Mixstab pürieren. Dann die entnommenen Kartoffelwürfel wieder hinzu geben. Wenn du magst kannst du die Suppe noch mit etwas Sahne oder Milch abrunden. Auf dem Teller noch mit ein paar frischen Blüten von Gänseblümchen und Gundermann garnieren – fertig!

Deine Vanessa